Führungen

Führung Südfriedhof

Der 1886 geweihte Leipziger Südfriedhof gehört ohne jeden Zweifel zu den größten und kunstgeschichtlich  bedeutendsten euröpäischen Friedhöfen und ist mit seiner herausragenden Parkschöpfung, mit etwa 500 bedeutenden Kunstwerken und dem größten europäischen Friedhofsbauwerk - dem Feierhallenkomplex - ein gigantisches Flächendenkmal.

600.000 Leipziger haben hier bisher ihre letzte Ruhe gefunden - darunter viele bedeutende Unternehmer, Wissenschaftler, Künstler, Architekten und natürlich auch die weltberühmten Thomaskantoren und Gewandhauskapellmeister. Mit einer Ausnahme haben alle Oberbürgermeister ihre Grabstätte auf diesem bedeutenden Friedhof, der inzwischen auch eine touristische Attraktion geworden ist. Profundeste Experten, die in  jahrzehntelanger Forschung die Geschichte dieses Friedhofes aufgearbeitet haben, garantieren den Höhepunkt einer stadt- und kunstgeschichtlichen Exkursion in Leipzig.

Führungen zu bedeutenden Grabmalen
Ganzjährig jeden Sonntag 14 Uhr

Treffpunkt: Geschäftsstelle der Paul-Benndorf-Gesellschaft, Prager Straße 212b (Tram 15)
Ticket: 8 €

(Hier sind auch die bisher erschienenen Bände der "Kunst im Stillen" erhältlich!)

Darüber hinaus finden an folgenden ausgewählten Tagen im Jahr
2017 folgende Sonderführungen statt:

Sonntag, den 26. März 2017 um 14 Uhr
Verleger und ihre Gräber auf dem Südfriedhof

Freitag, den 14. April 2017 um 14 Uhr
Karfreitagsführung über den Südfriedhof

Sonntag, den 16. April 2017 und Montag den 17. April 2017 jeweils um 14 Uhr
Osterführung über den Südfriedhof

Sonntag, den 29. Januar 2017, 26. Februar 2017 und den 19. März 2017 jeweils um 14 Uhr
Führung durch die Kapellenanlage einschl. des Kolumbariums und der Einäscherungshalle

Montag, den 1. Mai 2017 um 14 Uhr
Maienführung

Donnerstag, den 25. Mai 2017 um 14 Uhr
Führung zu Christi Himmelfahrt

Donnerstag, den 1. Juni 2017 um 17 Uhr

Freitag, den 2. Juni 2017 um 17 Uhr

Samstag, den 3. Juni 2017 um 14 und um 17 Uhr

Sonntag, den 4. Juni 2017 um 14 und um 17 Uhr

Montag, den 5. Juni 2017 um 14 Uhr
Führungen zum Wave-Gotik-Treffen

Dienstag, den 03. Oktober 2017 um 14 Uhr
Traditionelle Führung zum Tag der Deutschen Einheit

Donnerstag, den 05. Oktober 2017 um 14 Uhr
Gräber berühmter Professoren

Dienstag, den 31. Oktober 2017 um 14 Uhr
Führung am Reformationstag

Sonntag, den 19. November 2017 um 14 Uhr
Kapellenführung einschl. Krematorium

Montag, den 25. Dezember 2017 um 14 Uhr
Weihnachtsführung

Dienstag, den 26. Dezember 2017 um 14 Uhr
Weihnachtsführung

Sonntag, den 31. Dezember 2017 um 14 Uhr
Silvesterführung

Führung Alter Johannisfriedhof

Über sechs Jahrhunderte (1278–1883) war der Alte Johannisfriedhof der große Begräbnisplatz der Leipziger Bürger; etwa 280 000 Bestattungen sind für diese Zeit hier nachgewiesen.
Der Friedhof reflektiert bis heute die große Geschichte der Stadt Leipzig vom Beginn ihrer Blütezeit bis zu deren Höhepunkt am Ende des 19.Jahrhunderts  und erinnert an unzählige berühmte Persönlichkeiten der Stadt.  Dr. Stromer von Auerbach, Cramer von Claußbruch, Hieronymus Lotter, Johann Sebastian Bach, Christian Fürchtegott Gellert, Adam Friedrich Oeser, Goethes Jugendliebe Käthchen Schönkopf, Dominik Grassi bis hin zu Pauline Mende wurden hier neben vielen, vielen anderen berühmten Zeitgenossen einst zur letzten Ruhe gebettet.

Die Leipziger haben zu diesem Friedhof ein ganz besonders inniges Verhältnis – ist es doch der einzige Ort dieser Stadt, der so umfassend ihre Geschichte bewahrt hat. Den Besuchern  und Touristen vermitteln ausgewiesene Experten mit ihren Führungen diesen bedeutenden  Friedhof auf anschauliche und unterhaltsame Art und machen damit die Kultur-und Kunstgeschichte Leipzigs in besonderer Weise erlebbar.

Termine 2017

Samstag, den 25. März 2017 um 14 Uhr
Verleger und ihre Gräber auf dem Alten Johanni

Samstag, den 01. April 2017 um 14 Uhr 
Führung zur Kultur- und Kunstgeschichte des Alten Johanni

Samstag, den 15. April 2017 um 14 Uhr 
Osterspaziergang über den Alten Johanni

Samstag, den 06. Mai 2017 um 14 Uhr 
Führung zur Kultur- und Kunstgeschichte des Alten Johanni

Freitag, den 02. Juni 2017 um 14 Uhr 
Führung zum Wave-Gotik-Treffen über den Alten Johanni

Sonnabend, den 05. August 2017 um 14 Uhr

Sonnabend, den 02. September 2017 um 14 Uhr

Sonnabend, den 07. Oktober 2017 um 14 Uhr

Sonnabend, den 04. November 2017 um 14 Uhr

Sonntag, den 26. November 2017 um 14 Uhr (Totensonntag)

Treffpunkt: Haupteingang Grassi-MuseumTicket 8 €

Führung Nordfriedhof

Termine 2017

Samstag, den 17. Juni 2017 um 16 Uhr
Führung zur Kultur- und Kunstgeschichte des Nordfriedhofes

Dienstag, den 12. September um 16 Uhr

Treffpunkt: Haupteingang (Berliner Straße 125)
Ticket: 8 €

Führung evang. Friedhof Leipzig-Gohlis

Der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegte Gohliser Friedhof zählt mit seiner über 140-jährigen Begräbnisgeschichte zu den bedeutendsten und auch schönsten kirchlichen Friedhöfen Leipzigs.

Im Jahr 1868 geweiht, 1888 flächenmäßig deutlich erweitert und mit einer prächtigen Kapelle im neoklassizistischen Stil bebaut, ist dieser Friedhof noch heute der bevorzugte Begräbnisplatz der traditionsbewußten Gohliser Bürger. Die unmittelbar neben dem Friedhof hoch aufstrebende Versöhnungskirche unterstreicht den Charakter dieses Platzes als einen Ort des ewigen Friedens, des Trostes und der Besinnung. Die Alleen von mächtigen Platanen umsäumen liebevoll gepflegte Grabfelder und imposante Familiengrabstätten.

Bedeutende Industrielle wie Adolf Bleichert oder Wilhelm von Pittler, Architekten wie Carl William Zweck oder Albin Neumann sind hier begraben. Künstler wie der Maler Emil Block, die Grafikerin Brigitte Krug von Nidda und Falkenstein, der Bildhauer Max Alf Brumme haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden neben den Zoodirektoren Ludwig Zukowsky oder Wolfgang Puschmann und vielen anderen.

Sehr zahlreich finden wir Gräber prominenter Toter aus jüngerer Zeit hier - beines der ältesten Gräber ist das des Gutsbesitzers und Ortsrichters Karl Christian Schlippe oder das des Robert Sipp - des großen Richard Wagners Violinlehredeutende Wissenschaftler, Ärzte, Kammersänger, Sportler, Künstler.

Immer wieder beeindruckend ist die liebevolle gärtnerische Pflege der  Grabstätten - oftmals in den Händen der Friedhofsgärtnerei Frank Lehmann, die höchstes Lob verdient. Es ist eine wohltuende Freude, diesen Friedhof zu besuchen und zu erkunden.

Termine 2017:

Sonntag, den 07. Mai 2017 um 14 Uhr
Führung zur Kultur- und Kunstgeschichte des Friedhofes Gohlis

Sonnabend, den 22. Juli 2017 um 15 Uhr

Sonntag, den 22. Oktober 2017 um 14 Uhr

Sonderführungen können Sie jederzeit bestellen unter
Tel.: 034297-12305 oder per Mail unter paul.sepulkral@t-online.de

Treffpunkt: Eingang der Kapelle am Viertelsweg
Ticket: 8 €

Friedhof Leipzig-Plagwitz

Große Namen künden noch heute von der großen Industriegeschichte des einstigen Dorfes Plagwitz, die auf die Initiative von Carl Erdmann Heine gründete. Heine erwarb ab 1854 nahezu die gesamten Grundstücke der Gemarkung Plagwitz und sorgte durch eine umfassende Erschließung für eine künftige umfangreiche Industrieansiedlung, wie sie in ihrer Dichte einmalig im Europa des ausgehenden 19. Jahrhunderts wurde.
Rudolf Sack erlangte mit seiner Fabrik für Landwirtschaftsgeräte Weltruhm ebenso wie das weltgrößte Versandhaus Mey & Edlich, die Maschinenfabrik Hugo Brehmer, der Hüttenfabrikant Toerpsch oder die Wollgarnspinnerei Pfabe – Mühlfriedel.
Dr. Albert Steche als Inhaber der Fa. Heine & Co., die Farbenfabrik Reißmann, der Zementfabrikant Zuber, der Druckereibesitzer Emil Stephan, der Architekt Gustav Thon – sehr lang ist die Liste der hier bestatteten Industriepioniere von Plagwitz.
1888 hatten sich bereits 105 Unternehmen hier neben etwa 300 Gewerbetreibenden niedergelassen.
Begraben liegt hier auch der berühmte Maler und Bildhauer Matthieu Molitor, dessen Faustgruppe vor "Auerbachs Keller" ihm unvergänglichen Ruhm brachte.
Aber auch einer der hochdekoriertesten Jagdflieger des I. Weltkrieges, Franz Büchner, der im November 1918 vom letzten deutschen Kaiser mit dem Orden Pour le Merite die höchste Auszeichnung erhielt, hat hier seine letzte Ruhestätte gefunden. 
Bedeutende Architekten und Landschaftsgestalter waren mit der Schaffung dieses bemerkenswerten Begräbnisplatzes befasst und ein Besuch dieses Friedhofes ist unbedingt empfehlenswert.

Termine 2017:

Samstag, den 10. Juni 2017 um 14 Uhr  
Führung zur Kultur- und Kunstgeschichte des Plagwitzer Friedhofs

Sonnabend, den 15. Juli 2017 um 16 Uhr

Sonntag, den 03. September 2017 um 14 Uhr

Sonderführungen können Sie jederzeit bestellen unter Tel.: 034297-12305 oder per Mail unter paul.sepulkral@t-online.de

Treffpunkt: Friedhofseingang Stockmannstraße 13 in 04179 Leipzig
Ticket: 8 Euro

Führung Neuer Johannisfriedhof

In den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, in Friedenszeiten, wurde Leipzig von beispiellosen Kulturzerstörungen heimgesucht - man beseitigte die prägenden historischen Gebäude des Augustusplatzes im Herzen der Stadt wie das Bildermuseum, das Augusteum und auch die Paulinerkirche, nachdem das Neue Theater schon einige Jahre zuvor abgebrochen wurde. Der erhaltene barocke Turm der Johanniskirche wurde gesprengt und man machte sich auch ans Werk, den kulturgeschichtlich höchst bedeutsamen Neuen Johannisfriedhof dem Erdboden gleich zu machen.

„Kaum eine andere Stadt ging so unsensibel mit ihrer Geschichte um“, kommentierte Jahrzehnte später die Kunsthistorikerin Brunhilde Rotbauer diese Ereignisse und der Kulturwissenschaftler Andreas Höhn nannte es „Vätersünde“, was sich in jener Zeit in dieser Stadt ereignete.

Gleichsam müht man sich in jüngster Vergangenheit, so gut es geht, reuevoll diese Schmach  ein wenig zu lindern. Der Universitätsneubau an der Stelle der einstigen Paulinerkirche erinnert in seiner Architektur deutlich an ihren Verlust und ein Verein müht sich redlich um den Wiederaufbau des Johanniskirchturmes.

An den Leipziger Neuen Johannisfriedhof, auf dem tausende verdienstvollster Bürger dieser Stadt zwischen 1846 und 1950 ihre letzte Ruhestätte fanden, erinnert heute nur noch sein steinernes Eingangsportal.

Kein Hinweis findet sich in diesem zum „Friedenspark“ umgestalteten Areal, dass noch heute in dieser Erde etwa 141.000 Tote ruhen, darunter unzählige Leipziger, die zu ihren Lebzeiten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einst die kulturelle und geistige Blütezeit der Stadt Leipzig bewirkten.

Das kulturelle Gedächtnis unserer Stadt hat die Erinnerung an diesen großen Ort der Toten ausgelöscht – man hat die Einhaltung einer sozialen Verpflichtung vergessen und damit die eigene Identität und das eigene Selbstverständnis empfindlich beschädigt.

Die Überzeugung des Autors von der unbedingten Notwendigkeit einer Erinnerung an diesen bedeutendsten Begräbnisplatz unserer Stadt hat diese Schrift auf den Weg gebracht.

Sie sei gleichzeitig auch eine Mahnung, über den heutigen Umgang mit den kultur- und kunstgeschichtlich bedeutenden Grabstätten auf unseren Friedhöfen kritisch nachzudenken.

Alfred E. Otto Paul  

Zitiert aus:
Alfred E. Otto Paul „Der Neue Johannisfriedhof in Leipzig“ Seite 19


Termine 2017

Sonnabend, den 29. Juli 2017 um 16 Uhr

Sonderführungen können Sie jederzeit bestellen unter Tel.: 034297-12305 oder per Mail unter paul.sepulkral@t-online.de

Treffpunkt: Liebigstraße - Vor dem Hospitaltor
Ticket: 8 €

Führungen durch das Kasernenviertel von Möckern-Gohlis

Termine 2017

Samstag, den 22. April 2017 um 14 Uhr
Führung zur Militärgeschichte der Kasernenstadt Möckern-Gohlis

Samstag, den 24. Juni 2017 um 14 Uhr
Führung zur Militärgeschichte der Kasernenstadt Möckern-Gohlis

Sonnabend, den 19. August 2017 um 14 Uhr

Sonnabend, den 14. Oktober 2017 um 14 Uhr

Treffpunkt: Landesversicherungsanstalt (ehemalige Kasernenwache) - Georg-Schuhmann-Straße 146 
Ticket: 8 €

Führung Eberstein-Pyramide

In den Jahren  1883 bis 1885 ließ die kinderlose Baronesse Hedwig von Eberstein unmittelbar neben der Kirche von Schönefeld als künftige Grablege ihrer Vorfahren und als letzte Ruhestätte für sich selbst durch den berühmten Architekten Constantin Lipsius  eine gewaltige Grabpyramide aus poliertem Granit errichten.Die Grablege derer von Eberstein ist Teil des einzigartigen Ensembles, bestehend aus Kirche, Schloß und Pyramide.

Die Führung beginnt in der bedeutenden barocken Kirche in frühklassizistischer Prägung nach dem Vorbild der Leipziger Nikolaikirche. Hier heirateten im Jahre 1840 Robert Schumann und Clara Wieck. Die originalen Brautstühle sind ebenso zu bewundern wie auch viele andere wertvolle Ausstattungsstücke wie bspw. der im Jahre 1866 im Auftrag der Baronesse  in Jerusalem aus dem Holz eines Ölbaumes vom Ölberg gefertigte Tauftisch.       

Anschließend können die Besucher die im Inneren der Pyramide befindliche gewaltige Grufthalle (deren Zugang im November2008  freigelegt wurde) und in der gut und gerne 200 Personen Platz finden, als ein Meisterwerk der Baukunst bewundern und erhalten auf unterhaltsame Art Einblicke in die Lebensgeschichte der letzten Baronesse von Eberstein. Nach der notwendigen Rekonstruktion - Fördermittel wurden bis jetzt (Stand Frühjahr 2010) nicht bewilligt -  werden wertvolle Stücke der Grabmalkunst aus Leipzigs Vergangenheit zu bestaunen sein.

Die Führung bietet ein außerordentliches Erlebnis!

Führung zur Grabpyramide Hedwig von Eberstein
Treffpunkt: Kirche Schönefeld, Zeumer Straße 1 (Tram 1)
Ticket 8 €

Achtung! Wegen Rekonstruktionsmaßnahmen finden vorerst keine Führungen statt.