Mittsommerliche Exkursion nach Erfurt
Großartig – mittsommerliche Exkursion am 20. Juni 2026
Unsere ereignisreiche Exkursion zur Zitadelle von Erfurt und ins Glockenmuseum Apolda hat den großen Beifall aller dankbaren Teilnehmer gefunden – Manfred Lennig vermittelt nachfolgend einen interessanten Eindruck.
Unser großer Dank gilt unserem Vorstandsmitglied Christel Kehr für diesen mit viel Herzblut und großem Fleiß organisierten Mittsommer-Ausflug unserer Gesellschaft.
Unsere Sommerexkursion in den Thüringischen Nachbar-Freistaat hat uns durch Regen und Gewitter zuerst in die Landeshauptstadt Erfurt geführt.
Auf dem Petersberg, unserem ersten Ziel, hatten wir dann bestes Wetter. Die dortige Zitadelle, im 16. bis 18. Jahrhundert nach allen Regeln der barocken Festungskunst ausgebaut, wurde 1964 letztmalig militärisch genutzt (NVA) und nach 1990 mit öffentlichen Mitteln beräumt und zur weiteren Nutzung gesichert. Die eingesetzten ABM-Kräfte hatten nach Aussage unseres unterirdischen Gästeführers mit Enthusiasmus jahrelang daran gewerkelt.
2021 wurde der Petersberg in die Gestaltung der Bundesgartenschau einbezogen und nachhaltig bepflanzt. Auch eine permanente Ausstellung zu berühmten fürstlichen Schlossgärten in Thüringen wurde in der ehemaligen, leider stark zerstörten Klosterkirche Peter und Paul etabliert.
Für uns waren zwei getrennte Führungen bestellt. Die Oberwelt und die Unterwelt der Zitadelle. Je nach Interesse und Beweglichkeit haben wir uns dazu aufgeteilt und waren danach der Meinung, dass die sehr engagierten Gästeführer uns vieles Interessantes und Wissenswertes mitzuteilen wussten.
Die unterirdische Führung mit dicken Mauern und Horchgängen:
In der anschließenden (zu kurzen) Freizeit konnten wir uns in das Getümmel des Krämerbrückenfestes stürzen, den Domberg sakral würdigen und/oder in Ruhe und Besinnlichkeit die Köstlichkeit der „Besten Original Thüringer Rostbratwurst“ genießen.
Gestärkt und mit Historie, Kunst, Kultur und Natur beladen starteten wir zum zweiten Teil der Exkursion in das Glockenmuseum in der Glockenstadt Apolda.
Das kleine, aber feine und sehr engagierte geführte Museum leidet unter Platznot als Interim im Eiermannbau und natürlich unter mangelnder Unterstützung durch öffentliche Mittel.
Die weltweit bedeutende Historie des Glockengießens wird gut dokumentiert und ist in Apolda leider vorbei, der klingende Stadtnamen ist aber geblieben.
Dank an die Organisatoren für diese interessante und lehrreiche Fahrt in wie immer angenehmer Gesellschaft, obwohl wir dieses Mal keinen Friedhof besuchten, sondern Grabsteine und Epitaphien nur als Bausteine in der Zitadelle oder an Gebäudeteilen vorgefunden haben.
Grüße an alle von Manfred Lennig